Gesprächsreihe "Talk am Tresen"

Montag, den 14. Januar 2019 bis Donnerstag, den 17. Januar 2019
Veranstalter: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Ort: Messe München, Messestand von BMI und BBSR, Halle B0, Stand 202

Für die Teilnahme an den Gesprächsrunden ist keine Anmeldung erforderlich.


Programm am 14. Januar

14:15 Uhr

Das Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau (BNK) – Nachhaltig planen, bauen und wohnen
Das „Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau (BNK)“ für Ein- bis Fünffamilienhäuser wurde durch das Fachgebiet Bauklimatik der Hochschule München in Kooperation mit der Bau- und Immobilienwirtschaft und mit Unterstützung des Bundesbauministeriums entwickelt. Das Zertifikat hat das Ziel, die Transparenz sowie die Qualität von Wohngebäuden in Deutschland zu fördern. 

Grußwort:         Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 
Moderation:     Prof. Dr. Natalie Eßig, Hochschule München / BiRN GmbH

Paul Mittermeier, Geschäftsführer BiRN GmbH
Dorothea Lück, GUSSEK HAUS - Franz Gussek GmbH & Co.KG 
Ulrich Bauer, natürlich-baubio-logisch GmbH


15:15 Uhr

eLCA, von der Energiebilanz zur Ökobilanz – digitaler workflow in der Bauplanung
Viele der für die Berechnung der grauen Energie eines Gebäudes benötigten Daten (Wandbauten in Materialschichten mit dem dazugehörigen Flächen) bilden auch die Grundlage des verpflichtenden EnEV Nachweises und wurden vor diesem Hintergrund bereits erhoben. Um diesen Aufwand nicht erneut, unter dem Aspekt der Ökobilanz, betreiben zu müssen wurde eine neue Schnittstelle realisiert, die eine Weiterverwendung dieser bereits erfassten Daten ermöglicht. Die einer EnEV Berechnung zugrundeliegenden Daten werden an die Ökobilanzierungssoftware eLCA übergeben und stehen unmittelbar für eine weiterführende Bearbeitung bzw.  Auswertung zur Verfügung.

Impulsvortrag:  Stephan Rössig, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- Raumforschung (BBSR)
Moderation:      Nicolas Kerz, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- Raumforschung (BBSR)  

Stephan Rössig, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- Raumforschung (BBSR)
Sylwia Marszalek, Hottgenroth Software
Prof. Dr. Natalie Eßig, Hochschule München / BiRN GmbH


Programm am 15. Januar

14:15 Uhr

Wohngipfel 2018 – die Wohnraumoffensive des Bundes – Chance für die Branche
Auf dem Wohngipfel 2018 haben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam mit den Partnern im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen die Wohnraumoffensive vereinbart. Das Ziel: die Rahmenbedingungen für mehr bezahlbaren Wohnungsbau verbessern. 1,5 Millionen neue Wohnungen und Eigenheime sollen gebaut und der Bestand an bezahlbaren Wohnungen gesichert werden. Die Wohnraumoffensive setzt auf einen Dreiklang aus investiven Impulsen für Wohnungsbau, der Sicherung der Bezahlbarkeit des Wohnens, der Baukosten- und Fachkräftesicherung.

Moderation:        Michael Neitzel, InWis Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Reinhard Quast, Präsident Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer
Andreas Ibel, Präsident Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen


15:15 Uhr

Kostengünstig und energieeffizient: Ein Widerspruch?
Deutsche Bauprodukte sind mit marktführend im Bereich der Energieeffizienz. Allerdings bestehen europaweit, aber insbesondere auch hier in Deutschland Bedenken, die energetischen Gebäudeanforderungen zur gesetzlichen Einführung des Niedrigstenergiestandards erneut anzuheben, nicht zuletzt aus Kostengründen. Besonders im mehrgeschossigen Wohnungsbau wird als Grund meist nicht erwirtschaftbare Zusatzkosten genannt. Das EU-Projekt CoNZEBs (Cost reduction of new Nearly Zero-Energy Buildings) ist beispielhaft angetreten die vorgebrachten Bedenken und Befürchtungen zu reduzieren, in dem kostengünstige Technologien für NZEBs zusammengestellt werden. Der Überblick über verschiedene europäische Länder mit Fokus auf Deutschland, Dänemark, Italien und Slowenien zeigt auf, welche Effizienztechnologien wo eingesetzt (und verkauft) werden können. Das Projekt soll aber auch gerade für Mehrfamilienhäuser aufzeigen, dass die Mehrkosten minimiert werden können und die zusätzlichen Benefits durch NZEBs für alle Seiten groß sind. In dieser Session sollen im Talk am Tresen beispielhafte Ansätze erörtert und mit den Anwesenden auf ihre Umsetzbarkeit hin diskutiert werden.

Statement:        Peter Rathert, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Moderation:      Hans Erhorn, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Heike Erhorn-Kluttig, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Prof. Dr. M. Norbert Fisch, EGS Plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH
Thomas Kirmayr, Fraunhofer-Allianz Bau
Robert Schild, Saint-Gobain, Austria


Programm am 16. Januar

14:15 Uhr

Zukunftsfähige Kälteerzeugung im Kontext von Klimawandel und F-Gas-Verordnung
Mit in Kraft treten der EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase (F-Gase) werden treibhausgasrelevante Kältemittel adressiert, die regelmäßig in Kälteanlagen von Gebäuden zum Einsatz kommen. Die damit einhergehende schrittweise Reduktion der im Markt verfügbaren Kältemittelmenge („Phase Down“) bis 2031, kann mittelfristig zu Engpässen in der Versorgung führen. Die Verteuerung von HFKW-Kältemitteln ist aufgrund fehlenden Drop-In-Lösungen heute schon erkennbar und im schlimmsten Fall sind Ausfälle im Betrieb von Kälteanlagen zu befürchten. Im Fachgespräch sollen die verschiedenen Blickwinkel erörtert werden - neben der Rolle des Bauherrn als Entscheider, sind Planer, Hersteller, Nutzer und Wissenschaft gleichermaßen gefragt, die globalen Umweltschutzziele in Einklang mit den benötigten Komfortanforderungen zu bringen und diese in Projekten mit zukunftsfähigen Lösungen umzusetzen.

Impulsvortrag:  Dr. Daniel de Graaf, Umweltbundesamt
Moderation:      Nicolas Kerz, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Marco Schmidt, TU Berlin Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen / BBSR
Burkhard Dunst, Vorsitzender VDKF-Landesverband Berlin-Brandenburg (Verband Deutscher Klima-Fachbetriebe e.V.) / Geschäftsführer Frigoteam


15:15 Uhr

Die Modellvorhaben der Variowohnungen: Flexibilität und Vorfertigung im studentischen Wohnungsbau
Der bewusste Umgang mit Wohnraum, das Hinterfragen von konventioneller Baupraxis und persönlichen Ansprüchen – bezogen auf Größe, gemeinschaftlichen Raum, Preis und Wandelbarkeit, sind Herausforderungen, die mit dem Forschungs- und Förderprogramm Variowohnungen untersucht werden sollen. Es werden zwei der Modellvorhaben vorgestellt und in einer anschließenden Diskussionsrunde erörtert, wie angesichts der alternden und sich wandelnden Gesellschaft die Schaffung von anpassbarem, urbanem Wohnraum funktionieren kann.

Moderation:      Lothar Fehn Krestas, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Jens-Olaf Nuckel, Nuckel Architekten Hamburg
Hans Drexler, DGJ Architektur


Programm am 17. Januar

14:15 Uhr

Wieviel BIM verträgt ein Mittelstandsprojekt?
Die Digitalisierung des Bauens erlaubt es, Prozesse auf neue Art zu steuern. Sie verspricht, die Produktivität signifikant zu steigern und gleichzeitig Fehler zu verringern. Das Building Information Modeling (BIM) spielt dabei eine herausgehobene Rolle. Doch wieviel BIM verträgt ein mittelständisches Unternehmen bzw. Hochbauprojekt? Welche organisatorischen, rechtlichen und technischen Fragen müssen dabei beantwortet werden? Aktuelle Forschungen und ein gelungenes Praxisbeispiel liefern hierzu neue Erkenntnisse.

Statement:         Lothar Fehn Krestas, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Impulsvortrag:  Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Bergische Universität Wuppertal
Moderation:       Helga Kühnhenrich, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Dr.-Ing. Anica Meins-Becker, Bergische Universität Wuppertal
André Pilling, DEUBIM und POS4, Düsseldorf
Christoph Röhr, RMA Management GmbH, Düsseldorf


15:15 Uhr

EU-Bauproduktenverordnung – Sicheres Bauen nach dem EuGH Urteil (Rs. C-100/13) gegen Deutschland.
Ist mit der EU-Bauproduktenverordnung der europäische Binnenmarkt im Bausektor vollendet? Können mit harmonisierten Bauprodukten die in Deutschland geltenden Bauwerksanforderungen eingehalten werden? Welche rechtlichen Regelungen, Herstellerinformationen, Ausschreibungstexte und ergänzende Hilfestellungen unterstützen die am Bau Beteiligten bei der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen? Diese und weitere Fragen erörtert die Gesprächsrunde zur EU-Bauproduktenverordnung.

Statement:      Dietmar Menzer, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Moderation:    Lothar Fehn Krestas, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Barbara Schlesinger, Bundesarchitektenkammer
Dr. Berthold Schäfer, Bundesverband Baustoffe
Dr. Ingrid Vogler, GDW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Gerhard Breitschaft, Deutsches Institut für Bautechnik